Helles, kühleres Licht am Morgen aktiviert, wärmeres, gedimmtes Licht am Abend beruhigt – doch entscheidend ist die Abfolge, nicht einzelne Werte. Nutze Tageslichteintrag als Taktgeber, und ergänze ihn nur dort, wo er fehlt. So entstehen natürliche Übergänge zwischen Ankommen, Arbeiten, Pause und Abschalten. Wer den Innenraumfluss darauf abstimmt, verhindert Müdigkeitsspitzen und schafft eine leise, aber spürbare Richtung, der Menschen intuitiv folgen.
Flächige Überbeleuchtung macht Räume gleichförmig und nimmt ihnen Tiefe. Wirkungsvoller ist eine bewusste Kontrastführung: heller dort, wo Orientierung nötig ist, bewusste Schatten, wo Ruhe entstehen darf. Diese Differenzierung modelliert Kanten, akzentuiert Schwellen und macht Blickziele sichtbar. Wer so plant, reduziert gleichzeitig Energiebedarf, weil Licht nur dort arbeitet, wo es Sinn stiftet und Bewegungen elegant gedachte Pfade entlanggleiten lässt.